Heilige Barbara schützt Regionalstadtbahntunnel

04. Februar 2020, 12:00 Uhr von Richard Fuchs

Für einen Verkehrsinitiativen-Verein, wie "Die Rote Elektrische" kann eigentlich nichts Besseres passieren, wenn die eigenen Forderungen Realität werden. Ein Symbol für die Unterstützung des Projektes ist die Statue der Heiligen Barbara.

Fahrgast
Tourist
Austria-In-Motion
Projekt RSB
Die Rote Elektrische
Club SKGLB
LR-Mattigtal
Verkehrsforum BGL & RW
Güterverkehr
Ischlerbahn
info-icon
info-icon

Treffen mit Landesrat Mag. Stefan Schnöll

Für einen Verkehrsinitiativen-Verein, wie "Die Rote Elektrische", kann eigentlich nichts Besseres passieren, wenn die eigenen Forderungen Realität werden. Nun gibt es in so einem komplexen System, wie dem ÖPNV, sehr viele Teilentwicklungen, die mit äußerster Sorgfalt betrachtet und bearbeitet werden müssen. Aus diesem Grund möchte der Verein „Die Rote Elektrische“ das Land und die Projektgesellschaft zum Thema "Regionalstadtbahn mit Innenstadttunnel" unterstützen. Wenn in Teilbereichen eine andere Meinung Platz greift, heißt das nicht, dass wir den Weg oder die Arbeit in Frage stellen, sondern, dass wir auf mögliche Stolpersteine hinweisen wollen, die wir in konstruktiver Kritik korrigierend begleiten wollen. Das "Bessere" ist bekanntlich der Feind des "Guten".

Für den Verein „Die Rote Elektrische“ überreichen Obmann Richard Fuchs und Schriftführer DI (FH) Erwin Pamp die Barbarastatue am 4.2.2020 an Landesrat Mag. Stefan Schnöll in seinem Büro für den endgültigen Aufstellungsort in der unterirdischen Regionalstadtbahnstation „Mirabell“.

Statue der Heiligen Barbara soll Bau und Betrieb des Regionalstadtbahntunnels Salzburg schützen

Ein Symbol für die Unterstützung ist die Statue der Heiligen Barbara, die der Verein, im Namen aller Bürger Salzburgs, dem Land zu treuen Händen an Landesrat Schnöll überreicht hat. Die Heilige Barbara soll die Bauarbeiten und in der Folge, den Bahnbetrieb im Tunnel, schützen und segnend überwachen. Wir möchten, in aller Form, dem Land Salzburg DANKESCHÖN für die Realisierung der Regionalstadtbahn mit dem Innenstadttunnel sagen! Nun müssen die nächsten Schritte gesetzt werden und die Verkehrsinitiativen-Vereine werden dazu sehr wachsam bleiben.

Am Sockel der Barbarastaute ist eine Tafel mit folgendem Text montiert: „Im Namen aller Bürger in der Stadt Salzburg und im gesamten Zentralraum widmet der Verein „Die Rote Elektrische“ diese Barbara-Statue allen Bauleuten, Mineuren, Ingenieuren und allen, die das Gelingen des REGIONALSTADTBAHN-TUNNELS in Salzburg ermöglichen. Die Heilige Barbara wache darüber, dass alle Bauarbeiten, mit Gottes Segen, stets unfallfrei durchgeführt werden können und in der Folge alle Fahrgäste in den Zügen im Tunnel immer sicher ihr Ziel erreichen.“

Plakette am Sockel der Barbarastatue

„Ohne die Heilige Barbara geht im Tunnelbau gar nichts!“

Das sinnierte vor Jahren ein maßgeblicher erfolgreicher Tunnelbau-Ingenieur aus Salzburg. Mit dem Start der Projektgesellschaft Regionalstadtbahn Salzburg hat der Verein „Die Rote Elektrische“ aus der renommierten Holzschnitzerregion Grödnertal in Südtirol von Demetz Patrick eine Barbarastatue beschafft. Damit soll im Namen der Bürger der Stadt Salzburg und dem Umland im Zentralraum Salzburg der Wunsch zum Bau des Regionalstadtbahn-Innenstadttunnels manifestiert werden.

Segnung der Barbarastatue am 18.05.2019 in der Krypta des Salzburger Domes durch Generalvikar und Dompfarrer Mag. Roland Rasser

Am 18. Mai 2019 wurde in der Krypta des Salzburger Domes die Barbarastatue vom Generalvikar der Erzdiözese Salzburg Dompfarrer Mag. Roland Rasser gesegnet. Nun wurde diese Barbarastatue am 04. Februar 2020 im Treffen des Vereines „Rote Elektrische“ mit Landesrat Mag. Stefan Schnöll zu treuen Händen von Vereinsobmann Fuchs überreicht.

Die Barbarastatue soll, mit Eröffnung der Station, ihren endgültigen Standort am Bahnsteig der unterirdischen Regionalstadtbahn-Station „Mirabell“ finden.

Schriftführer DI (FH) Erwin Pamp (links) und Obmann Richard Fuchs (rechts) des Vereines „Die Rote Elektrische“ überreichen die Barbarastatue für die unterirdische Regionalstadtstation „Mirabell“ an Landesrat Mag. Stefan Schnöll (Mitte)

Schienenverkehr ist Klimaschutz und die Regionalstadtbahn im Innenstadttunnel in Salzburg ist ein gewaltiger Beitrag zu diesem Klimaschutz! Dafür steht der Verein "die Rote Elektrische"

„Salzburger Landesbahnen“ oder „Salzburg Mobil GmbH“ für den ÖPNV in Stadt und Land Salzburg

Fall wollte der Verein „Die Rote Elektrische“ dem Landesrat Schnöll den Vorschlag machen, den Geschäftsbereich „Verkehr“, wie Lokalbahnen, Obus, Pinzgauer Lokalbahn, Festungsbahn, Mönchsberglift, Schafbergbahn, Wolfgangseeschifffahrt, jetzt als Anhängsel in der Salzburg AG, unter die Obhut des Landes Salzburg zu stellen. Vier Tage zuvor wurde diese Idee von Landeshauptmann Dr.Wilfried Haslauer überholt. Zur Funktionalität der Elektromobilität von Salzburger Lokalbahnen und Obus müssen unbedingt die dazugehörenden Kraftwerke Wiestal und Eichetkraftwerk bei den Verkehrsbetrieben verbleiben. Darauf haben wir Landesrat Schnöll ganz besonders hingewiesen.

Die Stromversorgung der Elektromobilität in Salzburg erfolgt fast zu 100% aus heimischer Wasserkraft. Das Wiestalkraftwerk (links) versorgt den Salzburger Obus seit 1940 mit Strom. Das Eichetkraftwerk (rechts) wurde für die Elektrifizierung der Südlinie der "Roten Elektrischen", der Salzburger Lokalbahn, 1909 gebaut. Das Eichetkraftwerk steht 200 Meter neben der Straße Richtung Grödig, die derzeit zu einem Akku-Experiment genutzt wird. Am Ende des Experimentes steht sofort der Strom für die Fahrleitung zur Verfügung. Seit der Südlinieneinstellung läuft im Eichetkraftwerk die Gleichstromturbine leer mit und wartet auf die neue Süd-Lokalbahn, bzw. auf die Obus-Oberleitung Richtung Grödig.

Finanzierung des Bundes aus dem Mittelfristigen Investitionsprogramm 2020-2024 MIP

Laut Aussage von Landesrat Schnöll wird klar unterschieden zwischen MIP und „Nahverkehrsmilliarde“. Das MIP wird für die laufenden Instandhaltungsarbeiten der bestehenden Lokalbahn verwendet, während die großen Infrastrukturvorhaben, wie den Innenstadttunnel, durch die sog. „Nahverkehrsmilliarde“ durch den Bund finanziert werden. Genauso, wie das Land Oberösterreich sich am Fahrzeugbeschaffungsprogramm „TramTrain“ des VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) beteiligt, wird das auch die Salzburger Lokalbahn tun.

Die Projektgruppe "VDV-Fahrzeugbeschaffung TramTrain" für eine europaweite Anschaffung von Light Rail Vehicles von Regionalstadtbahn-Fahrzeugen präsentiert ein Modell des Fahrzeugtyps. Salzburg sollte sich unbedingt mit der Beschaffung von mindestens 30 Triebwagen für die Salzburger Lokalbahn anschließen.

Güterverkehr & Teilprojekt Stieglbahn

Nachdem sich die Salzburg AG von der ungeliebten Lokalbahn, gleich vom gesamten Güterverkehr verabschieden wollte, indem gleich das Verbindungsgleis in Itzling herausgerissen werden sollte, mußte der Verein „Die Rote Elektrische“ den Landesrat Schnöll von der wirtschaftlichen Überlebenswichtigkeit der Bahn durch das Standbahn „Güterverkehr“ überzeugt werden. Besonders betrifft das die „Stieglbahn“, deren angekündigte Einstellung durch die Salzburg AG nach dem Syndikatsvertrag sogar vertragswidrig wäre. Diese Bahn muss nach dem „Projekt Brenner“ (Autor), das vom Land in Auftrag gegeben wurde, für den Personenverkehr ausgebaut und mit dem Innenstadttunnel verbunden werden.

RICHARD FUCHS e.h. Erwin Pamp e.h.
Obmann Die Rote Elektrische Schriftführer Die Rote Elektrische

Die Kooperation der aktiven und konstruktiven Verkehrsinitiativen-Vereine unterstützt ganz besonders das Herzstück des Regionalstadtbahn-Netzes im Zentralraum Salzburg, den Innenstadttunnel von Salzburg.